Die künstliche Intelligenz hält Einzug in unsere Welt und das nicht erst seit heute. Erinnern wir uns an I Robot, einen Science-Fiction-Film des Regisseurs Alex Proyas aus dem Jahr 2004. Kaum einer erinnert sich das die Romanvorlage von Isaac Asimovs gleichnamigem Buch Ich, der Robot bereits aus dem Jahr 1950 ist. Im Jahr 2004 wurde der Kinofilm mit Will Smith als Detective Del Spooner im deutschsprachigen Raum veröffentlicht.

Der Film besitzt eine eigenständige Geschichte, die lediglich Motive und Charaktere des Buchs aufgreift, beispielsweise die drei Robotergesetze:

    1. Ein Roboter darf keinem Menschen schaden oder durch Untätigkeit einen Schaden an Menschen zulassen.
    2. Ein Roboter muss jeden von einem Menschen gegebenen Befehl ausführen, aber nur, wenn dabei das erste Gesetz nicht gebrochen wird.
    3. Ein Roboter muss seine eigene Existenz bewahren, es sei denn, dies spricht gegen das erste oder zweite Gesetz.

Genau hier setzten auch die Grundlagen der künstlichen Intelligenz an. Keiner darf zu schaden kommen, sondern KI soll die Menschheit unterstützten. Die Gegenargumente gegen künstliche Intelligenz (KI) sind eindeutig angstgesteuert: Angst vor dem Unbekannten, Angst vor der (Informations-)Intelligenz und Angst vor Kontrollverlust.

Stephen Hawking warnte vor den enormen Fortschritten, die die künstliche Intelligenz macht. Er sieht in künstlicher Intelligenz eine Bedrohung für die Menschheit und möglicherweise sogar das Ende der Menschheit. Denn mittlerweile sind System fähig selbst zu lernen und zwar so wie wir Menschen.

Aufgrund der noch im primitiven Stadium befindlichen künstlichen Intelligenz, stellen Maschinen heute keine Bedrohung dar. Künstliche Intelligenz kann aber eine Bedrohung für Arbeitsplätze darstellen.

 

Die aktuelle KI – Realität

 

Fluggesellschaften nutzen Self-Service-Kioske zum Ausdrucken von Gepäckanhängern und Bordkarten. Und Banken arbeiten mit intelligenten, automatisierten Sprachapplikationen, die Gespräche weiterleiten und praktisch alle Abläufe übernehmen, sofern der Kunde nicht ausdrücklich nach einem Mitarbeiter fragt.

Jedes Mal, wenn wir den Kassiervorgang im Lebensmittelmarkt über eine Self-Checkout-Station abwickeln, empfinden wir das vielleicht als praktisch; aber noch vor 15 Jahren wurden Menschen für diese Tätigkeit bezahlt. Fast-Food-Ketten stellen Ihren Bestellvorgang um. Vorgänge – bis auf das Servieren der Speisen – werden von Tischcomputern übernommen. Man muss nicht einmal weit vorausdenken, um sich eine Zeit vorstellen zu können, in der selbstfahrende Autos zum Alltagsbild gehören werden.

Laut dem Mooresche Gesetz verdoppelt sich die Leistung der Prozessor-Technologie alle zwei Jahre. Die Realität zeigt allerdings, dass die Menschen solche Entwicklungen nur sehr langsam annehmen. Der dauernde Wechsel von neuer Technologie ist für viele unerschwinglich und überfordert auch viele Menschen. Wir lassen technikaffine Pioniere neue Dinge testen und warten die zweite oder dritte Überarbeitungsrunde bis zur Technologiereife ab, bevor wir uns zu ihrer Einführung entscheiden.

Sind wir reif für künstliche Intelligenz?

Während künstliche Intelligenz immer noch wie ein futuristisches Konzept erscheinen mag, wird sie in Wirklichkeit bereits täglich von vielen Menschen benutzt. Aber 63 Prozent der Nutzer ist das überhaupt nicht bewusst . Google ist ein hervorragendes Beispiel für maschinelles Lernen. Tag für Tag wird diese künstliche Generierung von Wissen von vielen Nutzern verwendet und trägt zur Vereinfachung des Lebens bei. Netflix oder Amazon können uns individualisierte Vorschläge unterbreiten, weil die Technologie hinter ihrer Software mit KI arbeitet. Handys arbeiten mit KI-Technologie, die das Benutzerverhalten erkennt und die Effizienz sowie die Betriebsgeschwindigkeit eines Mobilphones anpassen. Positive Effekt dabei sind längere Laufzeiten des Akkus und Energieeinsparungen.

Die Angst vor dem Verlust von Arbeitsplätzen ist verständlich. Aber aufgrund der künstlichen Intelligenz üben heute viele Menschen Tätigkeiten aus, die es vor ein paar Jahren noch gar nicht gab.

Aus der Sicht eines Arbeitsalltag von Marketingabteilungen ist das technologische Know-how ist heute ein Full-Time-Job. Neben Grafikdesignern und Textern wird eine neue Generation von Marketern speziell dafür herangebildet, einzigartige, maßgeschneiderte Inhalte an ganz bestimmte Zielgruppen zu bringen. Marketing Cloud Lösungen arbeiten heute mit KI-Lösungen, die aufgrund bestimmter Interaktionen bei Kampagnenplanungen die Erfolgschancen berechnet und bessere Strategien vorschlägt.

 

Strategien für die zügige Einführung?

 

Für Fortschritt sollen neue Strategien auf dem Weg zur Künstlichen Intelligenz sorgen. Computersysteme sollen selbstständig lernen und dadurch die Aufgaben, für die sie programmiert wurden, besser erledigen können.

Ein Beispiel gefällig? Eine Software wird mit unzähligen Bildern und Information gefüttert. Die KI kann den Vergleich der Molekulartestergebnisse eines Patienten mit einer umfangreichen Datenbank früherer Fälle heranzuziehen und feststellen, ob ein Patient Hautkrebs hat.

Die Deutsche Bundesregierung will Unternehmen dabei unterstützen, die aus der Forschung erwachsenden Potenziale der KI-Technologie stärker zu erschließen. Bis 2025 sollen dafür etwa drei Milliarden Euro zur Verfügung gestellt werden um Deutschland einen weltweit führenden KI-Standort und „KI made in Germany“ zu einem internationalen Markenzeichen zu machen.

Dazu passt ein Zitat von Kitty Parr, Gründerin und CEO von Social Media Compliance (SMC).
„Durch KI inspirierte smarte Software lernt immer von aktuellen Szenarien. Und sie ist nur so gut wie die Programmierer“. Wenn das stimmt, steht Programmierern mit Sicherheit eine rosige Zukunft bevor.

Neue Arbeitsplätze entstehen bereits

 

Auch Technikunternehmen, die nicht in der Liga von Google oder Amazon spielen, setzen KI in ihren Produkten ein und schaffen neue Arbeitsplätze. Sie alle brauchen Entwickler, Marketer, Vertriebs- und Supportmitarbeiter, Führungskräfte und andere Menschen, die für den Betrieb eines Unternehmens benötigt werden. Intelligente Maschinen gründen keine Firmen. Es werden immer Menschen sein, die ein Unternehmen zusammenhalten.

Künstliche Intelligenz wird nicht einfach wieder verschwinden. Entweder wir nehmen sie an oder wir fürchten uns vor ihr. Auf der Gewinnerseite werden am Ende diejenigen stehen, die sie akzeptieren, während die, die sie fürchten, das Nachsehen haben. Denn letztere werden Arbeitsplätze verlieren, während erstere weiterhin das tun können, was sie besonders lieben – nur in einer etwas anderen Art und Weise.

Frank Auer – Marketing Manager für den Bereich Print und Online bei der bintec elmeg GmbH